SyltAusflugstippsDie Kirche St. Severin in Keitum

Die Kirche St. Severin in Keitum

Sankt Severin

Verlässt man die zu Westerland gehörende Gemarkung Keitum in nordwestlicher Richtung, in dem man auf der Munkmarscher Chaussee in Richtung Munkmarsch bzw. Braderup geht oder fährt, so gelangt man im Ortsteil Klentertal schon bald zur Kirche St. Severin. Diese ist, hält man sich sowieso schon in Keitum auf, unbedingt einen Besuch wert, was aber nicht allein an ihrer Lage geschuldet ist – St. Severin befindet sich keine 200 Meter vom Meer entfernt an der Ostseite der Insel. Nein, auch das Innere dieses Gotteshauses ist sehenswert, nichts spricht gegen eine kurze Einkehr hier. Fangen wir mit dem Alter an, denn allein das ist beeindruckend. Der Ort Keitum selbst wurde wohl im Jahr 1216 erstmals urkundlich erwähnt, aber es spricht einiges dafür, dass St. Severin tatsächlich noch älter ist. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Kirche bereits zum Ende des 12. Jahrhunderts errichtet worden ist. 1240 dann wird das Bauwerk zum ersten Mal urkundlich genannt. Das bedeutet, St. Severin ist wohl schon deutlich über 800 Jahre alt!

Kirche St. Severin

Pröstwai 20, 25980 Keitum

 

Öffnungszeiten:

Täglich von 9:00 - 18:00 Uhr

 

Die Kirche St. Severin in Keitum wurde im romanischen Stil errichtet

Das Gebäude selbst ruht auf einem Sockel aus Granit, der eigentliche Bau, der sich darüber befindet, wurde im romanischen Stil errichtet. Dieser Oberbau wiederum besteht aus Tuff- und Backsteinen, welche wiederum mit dem wohl erst im Jahr 1450 dazu gebauten Kirchturm harmonieren. Viele Jahrhunderte diente dieser Kirchturm übrigens jenen Seefahrern – vor allem Fischern – als Orientierung, die im Wattenmeer zwischen dem nördlichen Sylt und dem Festland unterwegs waren. Erst mit dem Bau der Leuchttürme kam dem Kirchturm diese Bedeutung abhanden. Und bis vor mehr als 200 Jahren, genauer gesagt bis 1803, wurde der Turm von St. Severin sogar als Gefängnis genutzt.

Altar aus dem Jahr 1480

Im Inneren befindet sich ein Altar, der aus dem Jahr 1480 stammt – und somit mehr als ein halbes Jahrtausend als ist. Er ist der Stilepoche der Spätgotik zuzurechnen und geschmückt mit dem so genannten Gnadenstuhl, der von der Statue der Jungfrau Maria flankiert wird, ebenso vom Namenspatron der Kirche, dem heiligen Severin. An den Seitenflügeln sind die Jünger Jesu zu sehen, also die Zwölf Apostel. Genau 100 Jahre älter als der Altar ist die im Stil der Renaissance gehaltene Kanzel. Deutlich älter als alle anderen Bau- und Versatzstücke der Kirche ist jedoch der Taufstein, der heute noch verwendet wird – er soll aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen. Gottesdienste finden regelmäßig statt, aber auch Orgelkonzerte, denn St. Severin gilt als Kirche mit einer besonders tollen Akustik und einer herrlichen Klangfülle.

Kirche St. Severin - weiterführende Links

Weitere Informationen zur Kirche St. Severin gibt es hier auf der offiziellen Seite.

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