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Morsum - Leben am Kliff

Morsum Kliff

Unweit von dort, wo der vom Festland auf die Insel kommende Hindenburgdamm Sylt erreicht, befindet sich das etwa 1.100 Einwohner zählende Dorf Morsum, das verwaltungstechnisch zur Gemeinde Sylt gehört. Bis 1970 war die Gemeinde eigenständig, wurde dann jedoch eingemeindet. Doch darf und soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Morsum und rund um die Gemeinde einiges gibt, das bei einem Urlaub auf Sylt unbedingt gesehen werden will. Bevor wir zu bedeutendsten Sehenswürdigkeit kommen, dem so genannten „Morsum Kliff“, noch ein kleiner Abstecher zu Brauchtum und Traditionen auf der Insel, die in Morsum vermutlich noch ein wenig ausgeprägter sind als im restlichen Sylt. Allem voran ist hier das Ringreiten zu nennen, ein uralter Brauch, den die Einwohner des Dorfs den Touristen nur zu gern erklären; die Gastfreundlichkeit ist in Morsum nämlich besonders hoch. Das Zentrum der Ansiedlung bildet das „Muasem Hüs“, ebenfalls ein Ort voller Traditionen.

Morsum Karte

Morsum Informationen

Einwohnerzahl: ca. 1100
Fläche: ca. 12 km²
Postleitzahl: 25980

Der inseltypische Dialekt

Das bezieht sich in Morsum übrigens auch auf den Sölring, den inseltypischen Dialekt, der sich aus Deutsch, Dänisch, Friesisch und Niederländisch zusammensetzt und der hier, im Osten der Insel, besonders gehegt und gepflegt wird. Er wird sogar in der Schule unterrichtet, damit er an die jüngere Generation weitergegeben werden kann und nicht irgendwann völlig ausstirbt – ein Prinzip, wie man es vom Ladinischen kennt, im Grödner Tal in den Dolomiten. Jedenfalls werden die sylttypischen Traditionen und Brauchtümer in Morsum besonders groß geschrieben.

Das berühmte Morsum Kliff

Kaum beschreiben muss man dagegen das berühmte Morsum Kliff – wer es mit eigenen Augen sieht, versteht die Besonderheit, die sich hier offenbart. Und es ist bei weitem nicht nur die Schönheit dieses Küstenabschnitts, die das Kliff zu etwas ganz Besonderem macht. Denn wer sich hier ein wenig Zeit nimmt, der kann eine einzigartige Reise durch die letzten zehn Millionen Jahre der Geschichte unseres Planeten unternehmen – eine fantastische Sache! Denn auf einer Länge von etwa 1,8 Kilometern ist das Kliff der Länge nach abgebrochen, und zwar in den Eiszeiten. Auf diese Weise sind die einzelnen Erdschichten freigelegt worden, die heute noch einen Blick in die Vergangenheit erlauben. Dabei sind die verschiedensten Formationen zu sehen: weißer Sandstein, schwarzer Glimmer und roter Limonit, die in der Kombination auch von weiter weg und bei tief stehender Sonne besonders toll anzusehen sind. Wer oberhalb des Kliffs durch die Heide spaziert, hat darüber hinaus auch noch einen herrlichen Blick auf die Reetdächer von Morsum und das Wattenmeer. Morsum – ein Fleckchen Erde, das man gesehen haben sollte.

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