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Hafen von Munkmarsch

Munkmarsch ist ein winziger Ort am Ostufer der Insel Sylt, der am Wattenmeer zwischen Braderup und Keitum liegt. Zwischen den Gemeinden Munkmarsch und Braderup befindet sich das berühmte Weiße Kliff, das aus hellem Kaolinsand besteht und an einigen Stellen bis zu acht Meter tief zum Wattenmeer hin abfällt. Die herrliche Umgebung der Ortschaft und das Dorf selbst, das über einen herrlichen Hafen verfügt, stellen eine ideale Gelegenheit dar, ein Ferienwohnungen auf Sylt über unsere Webseite zu mieten, oder über dieses Ferienhausportal. Munkmarsch und seine Nachbarschaft sind ideal für Urlauber, die Entspannung und Ruhe suchen. In der umliegenden Gegend findet sich viel unberührte Natur: Dünenlandschaften, Sylter Heide und Schilf. Auch das Wattenmeer bietet Gelegenheit für Wanderungen durch ein bedeutendes deutsches Naturschutzgebiet.

Der Hafen von Munkmarsch - eine außergewöhnliche Besonderheit

Eine außergewöhnliche Besonderheit stellt jedoch der kleine Hafen von Munkmarsch dar. Dieser war, ob man es glaubt oder nicht, früher der Hauptverkehrshafen der Insel Sylt. Hier lag die zentrale An- und Ablegestelle jener Fährschiffe, die aus der dänischen Stadt Hoyer kamen und auch dorthin ausliefen. Bevor der Hindenburgdamm 1927 eröffnet wurde, mussten alle Touristen, die nach Sylt wollten, nach Munkmarsch anreisen. Mit der Pferdekutsche und später mit der Inselbahn reisten die meisten Besucher dann weiter nach Westerland und von dort aus zu ihrem Sylter Feriendomizil. Die Hafenanlage ist heute weiter in Benutzung, allerdings lediglich für Segelboote, die privat genutzt werden. Vom Munkmarscher Hafen auskönnen Freizeitskipper lange Segeltouren über die Nordsee unternehmen – Voraussetzung dafür ist allerdings die Flut, die sowohl beim Ablegen als auch beim Anlanden gegeben sein muss.

Blick auf den Hafen von Munkmarsch

Die Geschichte vom Hafen

Mit dem Munkmarscher Hafen hat es allerdings noch viel mehr auf sich, als man auf den ersten Blick glauben würde. Genauer gesagt geht es um die äußeren Mauern, die den Hafen umgeben. Die Enden dieser Mauern sind – man sieht das praktisch auf den ersten Blick – nämlich abgerundet, was so aussieht, als wären sie der Bug eines Schiffs. Und genau das sind sie auch! Aber wie ist es dazu gekommen? Die Geschichte spielt im Jahr 1975 und beginnt damit, dass damals die Liegeplätze im Becken des Munkmarscher Hafens so langsam knapp wurden und auszugehen drohten. Der „Sylter Segler Club“, der in Munkmarsch sein Zuhause hat, wollte den Hafen seinerzeit unbedingt erweitern, um mehr Booten als Liegeplatz dienen zu können. Allerdings war der finanzielle Rahmen für den Segelclub deutlich zu hoch, die Erweiterung hätte eine halbe Million D-Mark gekostet. Das konnte der Club natürlich nicht stemmen. Also brauchte man Hilfe von außerhalb. Und diese Hilfe kam auch, allerdings nicht auf finanziellem Weg, sondern auf einem ganz anderen und unerwarteten.

Denn in Hamburg hatte man von den Problemen mit dem Munkmarscher Hafen gehört und zögerte nicht lang, um dem kleinen Sylter Ort und seinem Segelclub zu helfen. Der Zufall wollte es, dass in der Freien und Hansestadt gerade zwei Schuten (das sind Schiffe ohne eigenen Antrieb, die für den Gütertransport eingesetzt werden) aus dem aktiven Dienst genommen wurden; diese waren in Hamburg dafür eingesetzt worden, den Aushub abzuführen, der beim Baggern anfiel, das zur Erweiterung des Hafenbeckens nötig geworden war. Auch der Abtransport des Aushubs der Spülfelder war Aufgabe dieser beiden Schuten gewesen. Weil Hamburg respektive der Hamburger Hafen absolut keine Verwendung für diese Transportschiffe hatte, nahm sich Munkmarsch ihrer an und kaufte sie für 50.000 Mark, also ein Zehntel der Summe, die der Hafenausbau gekostet hätte.

Im alten Fährhaus der Ortschaft

Natürlich war es damit noch nicht getan. Die beiden Schuten mussten von Hamburg zunächst nach Munkmarsch überführt werden. Dann wurden sie im Hafenbecken so arrangiert, dass sie jeweils das Ende der äußeren Molen bildeten, woraufhin sie mit Beton übergossen wurden. Mehr Aufwand war allerdings auch nicht nötig, und so bilden die beiden Buge der Schoten seit mehr als 40 Jahren die Molenenden im Hafen von Munkmarsch. Heute ist dieser Hafen die Attraktion und gleichzeitig auch der Dreh- und Angelpunkt von Munkmarsch. Hier flanieren die Touristen im Sylter Sonnenschein und speisen im alten Fährhaus der Ortschaft, das inzwischen ein nettes, modernes Restaurant beherbergt, im herrlichen Ambiente eines viktorianischen Anwesens. Durch die riesige Fensterfront kann man beim Dinieren die wunderbare Hafenatmosphäre komplett auskosten.

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